Mit ihren Keramikkreationen erschafft sie eine seltsame „Anderswelt“, die unserer ähnlich und doch nicht gleich ist. Sara Catapano, eine junge Künstlerin aus den USA, liebt die Natur und erfindet diese sogar neu.

Ihre biomorphen Plastiken sind von den Flechten und Pilzen, Bakterien und Moosen inspiriert. Sie wirken lebendig und irgendwie befremdlich zugleich. Für Sara sind die organischen, fließenden Formen das Sinnbild der Harmonie und dadurch ein Gegenbild der vernunftbasierten Zivilisation. Ob diese beiden Lebensformen, die ursprünglich-instinktive und die rational denkende, zueinander finden, bleibt ein Rätsel. Und eine Hoffnung, denn genau das möchte Sara so gerne – die Natur und die Kultur näher zusammen führen.

In diesem Sinne ist ihre Kunst mit der Bionik eng verwandt, jenem Strang der Ingenieurwissenschaft, der seine Ideen und Innovationen aus der reichen Quelle der Natur schöpft. Auch die Architektur greift immer mehr auf die naturgegebenen Formen zurück, um lebenswerte Wohnwelten entstehen zu lassen. So bewegt sich aus meiner Sicht Saras “Anderswelt“ in einem spannenden Grenzbereich zwischen Kunst, Forschung und Bauwesen.











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