Wie man auf einfachstem Wege mit einer Kamera, einem Stativ, einem Zug und einem kleinen Spiegeleffekt in der Nachbearbeitung wirklich großartige Effekte erzielen und surreale Welten erschaffen kann, zeigen uns die „Shinkansen“-Videos von Daihei Shibata aus Tokyo. Ich kann wieder sagen: Selbst die genialsten Ideen sind nur eine Kombination bereits bestehender!

Shinkansen, japanische Hochgeschwindigkeitszüge

Shinkansen (dt. „neue Stammstrecke“) ist der Name des Liniennetzes japanischer Hochgeschwindigkeitszüge der verschiedenen JR-Gesellschaften, als auch der Züge selbst.
Quelle: Wikipedia

Es ist wahrlich keine Zauberei, wie die Videoserie „Shinkansen“ entstanden ist. Und doch ist das Ergebniss unheimlich faszinierend: Es scheint so, als erschaffe Daihei unwirkliche Welten. Schwebende Städte und vorbeifliegende Partikel.

Wie funktioniert es? Was steckt dahinter?

Daihei hat sich vor etwa vier Monaten mit seiner Kamera in einen dieser Hochgeschwindigkeitszüge gesetzt und während der Fahrt aus dem Fenster gefilmt. So fuhr er von Shinosaka nach Tokyo und sammelte dabei eine Menge Filmmaterial. Er schnitt dann ein paar wenige, unbrauchbare Szenen heraus und ließ den Rest in mehrfacher Geschwindigkeit ablaufen. Dann spiegelte er die obere Bildhälfte und legte sie direkt darunter. Er kombinierte das Video mit Musik und fertig waren seine surrealen Welten. Die Zukunft ist da.

Zusammengefasst:

  • Idee #1: Platziere eine HD-Video-Kamera auf ein ruhig und sauber fahrendes Untergestell (Zug, Steady Glider/Kamera Dolly)
  • Idee #2: Spiele das Material in mehrfacher Geschwindigkeit ab (TimelapseZeitraffer)
  • Idee #3: Spiegel eine Bildhälfte und lege sie über die verbleibende Fläche

Selbst die genialsten Ideen sind nur eine Kombination bereits bestehender!

Noch nicht genug? Shinkansen ver.3!

Wieder mal vielen Dank an Maurice für diesen inspirierenden Link-Tipp!