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Social Ads: Das Potential von Werbung auf Facebook

via Computerlove

Ein Werbespot für Facebook der aus zweierlei Gründen interessant ist: Zum Einen ist der Inhalt sehr spannend – welches Potential die Werbung in sozialen Netwerken hat – und zum Anderen ist auch die Form sehr ansprechend und inspirierend.

Werbung im sozialen Umfeld

Wer mit dem Gedanken spielt, seine Marke stärker mit den Käufern in Verbindung zu bringen, sollte sich ernsthaft mit dem Thema „Social Ads“ beschäftigen.

Bislang galt Facebook eher als Freitzeitportal zum Austausch der letzten Urlaubs- und Partybilder. Grob gesagt. Es hat für uns Deutsche auch immer noch einen sehr amerikanischen Stil, weshalb es wahrscheinlich so lange gedauert hat bis es sich jetzt in diesem Tempo durchsetzen kann.

Mittlerweile ist Facebook auch für Werbetreibende interessant geworden. Die eingesetzten „Social Ads“ sollten durch aus bei umfassenden, oder besonders günstigen Werbekampagnen mit in Betracht gezogen werden.

Stell Dir vor, Du schaltest Werbung und keiner geht hin.

Das passiert vielleicht bei herkömmlicher Werbung. In sozialen Netzwerken ist das anders. Die Leute sind schon da. Es ist also der umgekehrte Weg. Du versuchst nicht die Leute zu Dir zu holen, Du gehst auf Deine potentiellen Käufer zu. Das läuft im Einzelhandel auch nicht anders – wenn der Kunde Glück hat, kommt der Verkäufer auf ihn zu, bevor er sich selbst auf die Suche nach einem Ansprechpartner machen muss.

Wie funktionieren Social Ads?

Wenn man nun genauer hinschaut, ist die Werbung auf Facebook eigentlich auch keine Werbung im traditionellen Sinne. Da die Anzeigen – genau wie die kürzlich eingeführten „Sponsored Videos“ auf YouTube – ins bestehende Designumfeld integriert werden, entfällt im ersten Schritt sogar das unbewusste Ausblenden für den Nutzer.

Die Anzeige wirkt besonders hilfreich, da sie zielgruppenspeziefisch geschaltet werden kann: Fahre ich gern Fahrrad, wohne in Berlin und liebe passiven Extremsport? Dann bekomme ich Anzeigen einer Fahrrad-Werkstatt, Veranstaltungstipps für die Hauptstadt und eine Einladung zum Red Bull Air Race. Und ich schaue hin, weil es mich interessiert!

Mir gefällt’s – das besondere Extra

Das Beste an „Sozialer Werbung“ ist allerdings das: Bei Facebook wird bei jeder Anzeige der „Gefällt mir!“-Button angezeigt. Selbst wenn ich nichts kaufe, nichts anklicke, die Werbung mich zu keiner Aktion verleitet – kann ich dennoch sagen: „Diese Anzeige mag ich.“

Man sieht es im Beispiel oben. Schon 3 meiner Facebook-Freunde finden diese Anzeige gut. Das heißt für mich natürlich: „Achtung! Gesteigerte Aufmerksamkeit!“. Ohne das LG in diesem Fall irgendetwas an der Anzeige ändern muss. Es ist einfach mit drin.

Gefällt einem eine Anzeige nicht, weil man beispielsweise etwas zum Thema „Waschbrettbauch in 6 Wochen“ serviert bekommt – obwohl man doch schon seit Jahren seine Wäsche mit der Maschine wäscht – kann man sie einfach weg klicken. Das hilft dann wiederrum Facebook um noch bessere Anzeigen für Dich herauszusuchen. Also auch bessere Klickraten und mehr Aufmerksamkeit für Werbekunden. Bei geringeren Kosten.

Keine 0815-Werbung, bittte!

Die Welt ist im Wandel – Die Werbewelt im Internet noch viel mehr. Langweilige 0815-Standard-Banner funktionieren schon lange nicht mehr. Wenn sich etwas stark vom Design der Seite abhebt, entweder oben oder auf der rechten Seite klebt, bunt und wild flackert: Das sehen wir nicht mehr. Keine Chance. Unser Gehirn hat gelernt das auszuschalten. Niedrige Klickraten für die Werbetreibenden sind die Folge. Die wollen dann aufgrund des ausbleibenden Erfolges keine Werbung mehr schalten und der Seitenbetreiber steht blöd da.

Darum ist Google so erfolgreich. Die Anzeigen auf den Suchergebnisseiten sehen nicht viel anders aus, als die Suchtreffer. Hier spielt allein die Linkfarbe „blau“ eine entscheidende Rolle. Google AdSense kann man prima ans Design der eigenen Seite anpassen. Kurios aber wahr: Um so weniger sich Werbung abhebt, desto mehr wird sie beachtet.

„Ich biete XYZ an, gehe in den Laden und kaufe!“

Wenn man jetzt auch noch von der typischen Werbung wegkommt, hin zu interaktiven, marken-unterstützenden Tätigkeiten. Also eher indirektes Werben. Dann bekommt man die Aufmerksamkeit des Kunden.

Will man ein neues Handy vermarkten, macht man ein Gewinnspiel in dem die potentiellen Käufer interaktiv mit der Marke spielen können. Möchte man einen neuen Home PC, wie etwa den Fujitsu Esprimo Q1510 im Markt bekannt machen, lädt man Blogger und Social Media Aktivisten ein, um das Teil kostenlos zu testen.

Alles für wenig finanzielle Mittel. Und doch wesentlich werbewirksamer als eine normale Kampagne.

Die Attraktivität muss stimmen

Red Bull lädt beispielsweise ein, aktiv am Red Bull Air Race teilzunehmen und in sozialen Netwerken darüber zu berichten:

Sie wollten schon immer einmal hautnah bei einem Red Bull Air Race dabei sein? Haben Lust nach Rio, New York oder Lissabon
zu jetten? Sind leidenschaftlich in Social Communities aktiv und haben dort ein großes Netzwerk? Dann verlieren Sie keine Zeit und bewerben sich für den Nebenjob des Jahres. Es werden sechs Reporter gesucht, die zu jeweils einem Rennen der Red Bull Air Race World Championship 2010 fliegen und von ihren Eindrücken und Erlebnissen auf studiVZ und in ihren persönlichen Netzwerken berichten.

Es geht also weg vom „KAUF DAS HIER!“ hin zum „LASS UNS GEMEINSAM SPASS HABEN“. Das ist Customer Engagement!

Und: Werbung wird nie wegzudenken sein!

Wir brauchen Werbung schon seitdem wir nicht mehr mit selbst angebautem Gemüse hin und her handeln können, bis wir das haben was wir brauchen. Wer etwas anzubieten hat, muss das der Masse mitteilen. Ohne Werbung bleibt ein Angebot weitgehend ohne Nachfrage.

Geringe Kosten für maximale Erfolge

Das schöne an Social Ads sind die Kosten. Man bezahlt kein horrenden Summen für 1-Seite-Anzeigen in Magazinen und Zeitungen die eine „Response-Rate“ von weniger als einem Prozent haben. Man bezahlt keine Millionen für Werbekampagnen im Fernsehen die komplett an der Zielgruppe vorbei gehen. Man bezahlt genau für das, was man bekommt. Und das ist absolut fair!

Fazit: Social Ads sind die Zukunft

Die aktuellen Entwicklungen sprechen eindeutig dafür. In Zukunft werden Social Advertisments (und Suchmaschinenmarketing) im Netz für fast alle B2C-Lösungen die entscheidende Rolle spielen. Die Vorteile sind einfach zu groß, als dass man sich nicht mit diesem Thema auseinander setzen sollte.

Was meint ihr? Schonmal drüber nachgedacht für eigene Produkte oder auch den eigenen Blog bei Facebook und Co. Werbung zu schalten? Was haltet ihr von Social Ads? Nerven euch die Anzeigen oder befürchtet ihr den Verlust des Datenschutzes?

Robert Voigt vor 8 Jahren

Kommentare

  • Martinsagt:
    27. May. 2010 um 15:25

    Soziale Netzwerke waren für Werbtreibende schon immer interessant. Vor zwei Jahren hieß es aber noch: „Werbung in sozialen Netzwerken ist verpönt. Wer es wagt, wird von der Gemeinschaft gnadenlos fertig gemacht.“

    Auf einmal werden facebook & co. als Werbeplattform offiziell gepusht. Wie konnte es soweit kommen. Als Werbetreibender sage ich: „Wunderbar, endlich komme ich ohne Streuverluste an die richtigen Leute ran.“ Als Privatanwender finde ich diese Entwicklung, die sich nach Google erneut wiederholt, zum Kotzen. Da gründen College-Boys ein Unternehmen, positionieren sich als Gutmenschen des Internets, profitieren daraufhin von der Unterstützung der Webgemeinde und werden dann am Ende zu Milliardären, indem sie die Menschen, die sie groß gemacht haben, an die Industrie verkaufen.

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