Die Italienerin Virginia Mori erkundet die menschliche Psyche und hält die Ergebnisse in ausdrucksvollen, wenn auch schlichten Bildern fest. Mit Papier und Bleistift „bewaffnet“, begibt sich Virginia dorthin, wo der Alptraum Realität wird.

Es sind Welten, wo es keinen Halt und keine Sicherheit gibt. Hier verflüssigt sich das Bett und lässt den arglosen Schlafenden in den Fluten untergehen. Hier sind manche Menschen buchstäblich ausgehöhlt, nicht wenige aber völlig kopflos und ein Mordfall kein Grund, das Picknick auf einer sonnigen Lichtung abzubrechen.

„She studied animation and design at the State Art Institute in Urbino. During this time she nurtured and honed her distinctive artistic imagination.“

Auffallend viele Zeichnungen haben es mit dem Buch zu tun, wobei sich die Wälzer nicht nur als eine spannende Lektüre, sondern oft als angriffslustige und heimtückische Lebewesen erweisen. Auch Haare spielen in Virginias Kunst eine wichtige Rolle. Die Haarpracht neigt dazu, sich zu verselbständigen und ihr eigenes, unheimlichen Leben zu führen. Die pechrabenschwarzen Tiere, ob Katzen, Kaninchen oder fantastische Kreaturen, die einen beobachten und einem überall auflauern, sind ebenfalls in jeder Hinsicht eine haarige Angelegenheit.

Es ist eine angsterfüllte, surreale Welt, die uns Virginia zeichnet. Da muss ich selbst aufpassen, um nicht irgendeine Paranoia zu entwickeln…










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