Was würden eigentlich ein Adam und eine Eva im urbanen Kontext so unternehmen und was hätte eine schlichte Schlange dem modernen, verwöhnten Wohlstandsbürger anzubieten? Nicht allzu viel, findet Davide Bonazzi. Außer ein paar Bioäpfeln zum moderaten Preis eigentlich gar nichts. Die Äpfel werden auf eine lässige Apple-Art angebissen und weggeworfen. Der Sündenfall hat schon längst stattgefunden.

Davide, ein junger Künstler aus Bologna, Italien, liebt ein Paradoxon und fühlt sich in den eigens kreierten surrealen Welten am wohlsten. Jedoch haben seine Bilder stets einen klaren Bezug zur Realität – und genau deshalb reicht der sprichwörtliche erste Blick hier nicht unbedingt aus.

„Davide aims to create clever visual solutions to represent complex topics, as well as narrative, witty images. His style combines digital media with textures of scanned found objects, in order to give his illustrations a warm and evocative atmosphere.“

Was sehe ich also mit meinem aufmerksamen zweiten Blick da? Zum Beispiel einen Schüler, welchem sein Lehrer eine Schimpftirade hinterherdonnert. Keine schöne Situation, aber auch kein Drama, oder? Vielleicht doch, denn auch Worte können quälen und foltern. Besonders wenn es um die sensible Psyche eines unsicheren Teens geht. Wenn sich zwei Frauen für einen gemeinsamen Lebensweg trotz aller schiefen Blicke entscheiden, dann wird es nicht immer einfach sein. Doch am Ende werden sie gemeinsam jeden Berg aus Vorurteilen und Skepsis bezwingen, um Hand in Hand den Regenbogen zu erblicken.

Jedes Bild ist wie eine spannende Story. Doch warum „wie“? Es IST tatsächlich eine Geschichte, die uns der talentierte Maler mit seinen Werken erzählt.













(via) Copyright Davide Bonazzi