Was ist das Geheimnis der Schönheit und was ist eigentlich schön? Ist die wahre Schönheit von perfekten Symmetrien dominiert oder doch eher natürlich-wild und alle Harmonien missachtend? Vielleicht liegt es im Auge des Betrachters.
Ich würde behaupten, dass eine von Menschen erschaffene Schönheit doch zur Symmetrie und Ausgewogenheit tendiert.

Ein Blick auf diese architektonischen Fotostudien von Zsolt Hlinka bestätigt mich in meiner Überzeugung, dass die Zivilisation ein etwas kopflastiges Schönheitsideal hervorgebracht hat. Es ist eine bis in die letzte Ziffer errechnete Schönheit – all diese Treppen, Kuppeln und Innenhöfe, die sich zum unberechenbaren Himmel hin öffnen.

„Continuing on this idea, Budapest 02 steps out from the boundaries of building photography, focusing on elementary geometric shapes.“

Zsolt ist seit Jahren in seinen beiden Lieblingsmetropolen Wien und Budapest unterwegs, um Symmetrisches zu finden und in seinen verklärten Bildern festzuhalten. Unter dem Namen „Viennametry“ präsentiert der Künstler eine Reihe ziemlich raffinierter, perspektivischer Aufnahmen der Wiener Bauwerke aus dem 20. Und 21. Jahrhundert.

Interessant finde ich übrigens Zsolts Anmerkung, dass all die scheinbar statischen und stummen Gebäude eigentlich voller Leben sind. Die Bauwerke sind tatsächlich zum Leben da, in ihrer harmonisch-symmetrischen Schönheit von Menschen für Menschen erschaffen.