Der litauische Fotograf Simas Lin suchte im vergangenen Jahr verstärkt die Einsamkeit. Als Motiv für seine Serie „Been there“ wählte er mit Vorliebe abgeschiedene Orte, die jedoch deutliche Spuren von Zivilisation tragen. Alte Steinbrücken, gigantische Quader der modernen Lagerhallen, verschneite Einfahrten. Keine menschliche Seele weit und breit, die Menschen sind lediglich durch ihr Werk präsent. Ein Scheinwerfer spendet purpurrotes Licht als Kontrapunkt zum Ultramarinblau des Spätabends.

2016 war Simas wohl eher tagsüber unterwegs. „Deconstructed“ ist ein verklärter Blick auf die Industriearchitektur. Das Zusammenspiel von eleganten Rundungen und unnachgiebigen Geraden, ein Feuerwerk an klaren Farben und azurblauer Himmel – für Simas sind Fabriken, Kraftwerke und Autobahnen ein ästhetisches Erlebnis. Es ist die Schönheit des Funktionalen und die Ästhetik der Rationalität.

Ich würde sagen, diese technogenen Landschaften sind wirklich beeindruckend. Vermutlich wird so mancher Zivilisationsskeptiker mir doch beipflichten.

Since I am a photographer, not a writer, I will let my photographs explain who I am and what I do.“











Copyright by Simas Lin (via)