Doch hier, in einem geschlossenen Raum, herrscht vollkommene Windstille. Der Wind, zu dessen Melodie die Gewächse tanzen, weht etwa 4.000 Kilometer weit entfernt. Insofern ist die kinetische Skulptur „Tele-Present Wind“ von David Bowen doch etwas Besonderes. Der Indoor-Teil mit den an Bewegungssimulatoren befestigten Pflanzen im spanischen Bilbao, im Azkuna Zentroa aufgestellt. Der Wind wurde in der Nähe von Visualization and Digital Imaging Lab der Universität von Minnesota aufgefangen und gemessen.

„This installation consists of a series of 126 x/y tilting mechanical devices connected to thin dried plant stalks installed in a gallery and a dried plant stalk connected to an accelerometer installed outdoors. When the wind blows it causes the stalk outside to sway. The accelerometer detects this movement transmitting the motion to the grouping of devices in the gallery.“

So werden zwei voneinander weit entfernte Orte auf eine neue, visuell-kinetische Art miteinander verbunden. Mit den Menschen rund um den Globus in Kontakt zu stehen, gehört heute zum Alltag, doch diese subtile Verbindung beeindruckt mich wirklich.

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(via) Copyright David Bowen