The Fully Sick Rapper: 180 Tage Quarantäne machen Christiaan Van Vuuren zum viralen Superstar - detailverliebt.de
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The Fully Sick Rapper: 180 Tage Quarantäne machen Christiaan Van Vuuren zum viralen Superstar

An einem Tag im letzten Dezember sitzt der Australier Christiaan Van Vuuren, 27, beim Mittagessen mit einem seiner Kunden. Er arbeitet in einem normalen 9-to-5 Job und bedeckt die Tätowierungen auf seinen Armen mit einem feinen Anzug. Auf einmal spuckt er Blut. Die Diagnose? Tuberkulose. Und ein 50 Cent großes Loch in seiner Lunge.

Wohlmöglich hatte er sich bereits 4 Jahre zuvor bei einer Reise nach Süd Afrika mit dem Erreger infiziert. Ausgebrochen ist die Krankheit jedoch erst kürzlich, nach seinem Aufenthalt in Süd Amerika. Da Tuberkulose äußerst ansteckend ist, wird er in einem Krankenhaus in Sydney direkt in Quarantäne verfrachtet. Er dachte anfangs an einen etwa zweiwöchigen Aufenthalt. Doch als sich sein Zustand nach einer frühzeitigen Entlassung nochmals verschlimmerte, wurde er wieder eingeliefert – ohne Aussicht auf eine schnelle Heilung.

Eingesperrt auf etwa 6 mal 4 Meter beginnt Christiaan zu verzweifeln. Er will nicht einfach nur rumsitzen während sich die Welt draußen ohne ihn weiter dreht. So beginnt er mit Garage Band und iMovie erste kleine, musikalische Videos zu produzieren. Eigentlich nur für seine Freunde und um selbst die Zeit mit etwas Produktivem zu verbringen. Doch als ihn seine Freunde ermutigen, sein Video „I’m not sick, but I’m sick sick“ auf YouTube zu veröffentlichen, kommt der Stein ins Rollen.

I’m not sick, but I’m sick sick – The Fully Sick Rapper

Ein lokaler Radiosender berichtete ebenso über seine Geschichte wie die australische Morgenshow „Today“. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Video etwa 10.000 Klicks und Christiaan war anfangs nicht wirklich begeistert von so viel Rummel um seine Person:

I was a bit embarrassed that that many people had seen me without my shirt on and in the shower.

Dennoch bastelte er über mehrere Wochen an weiteren Videos. Sein – meiner Meinung nach – bestes Werk entsteht. Es geht in den Staaten umher. College Humor berichtet darüber. Mittlerweile hat das Video über 760.000 Aufrufe.

Life in Quarantine – The Fully Sick Rapper

Leichte geschockt von dem überwältigenden Zuspruch erklärt er, der das letzte Mal vor 5 Jahren ein Instrument in der Hand hielt, was die Videos für ihn bedeuten:

It’s unreal, it’s giving me something to do. I feel like I’ve got a nine-to-five job now

Doch nicht genug damit. Auch eine MTV Cribs Episode hat Christiaan Van Vuuren ironischer Weise nachgestellt.

MTV Cribs – The Fully Sick Rapper

Zu guter Letzt wurde er gebeten einen Tag in seinem Leben für das großartige „Life in a Day“-Projekt von Produzent Ridley Scott beizutragen.

Life in a Day, Christiaan Van Vuuren

Das Ende der Quarantäne

Ein halbes Jahr nach seiner Einlieferung konnte Christiaan am 28. Juni 2010 endlich das Krankenhaus verlassen. Die amüsanten Videos über seine eigentlich eher unlustige Situation haben sowohl in Australien, als auch auf der ganzen Welt für Aufsehen gesorgt. Selbst die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kam auf ihn zu und bat ihn um Unterstützung für den World Tuberculosis Day. Seine Facebook-Seite hat über 26.000 Fans, sein Twitter-Account knapp 4000 Follower.

Schön wenn sich das Blatt auf so positive Seite wenden kann.

Robert Voigt vor 8 Jahren

Kommentare

  • Tobisagt:
    25. Oct. 2010 um 12:38

    Aus allem das beste machen, so ist es richtig das Leben geht weiter :)

  • Thorsten Ruschsagt:
    26. Oct. 2010 um 00:26

    Das stimmt! Ich habe mir die Videos nun seit der Veröffentlichung bestimmt schon 15 mal angeschaut. Besonders das zweite Video hat es mir angetan. Ich finde den Typ einfach wahnsinnig beeindruckend. Er macht das beste aus seiner Situation und erschafft sich durch seine Kreativität eine spannende Aufgabe!

    Das ist einfach genial. Egal wie fürchterlich die Situation zu sein scheint, es gibt immer einen Weg das beste daraus zu machen!

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