Von den meisten Alltagsgegenständen erwarten wir vor allem eins – eine einwandfreie Funktionalität. Klar, hübsch verziertes Toilettenpapier, bunte Wäscheklammern oder gemustertes Klebeband sind definitiv eine nette Idee. Doch der praktische Nutzen steht immer im Vordergrund.
Aber hat nicht jeder Gegenstand ein gewisses Potential, zu etwas mehr als nur einem treuen Helfer zu werden? Können vielleicht sogar eine bescheidene Klopapierrolle oder ein schlichter Spiegel Kunst? Mauricio Alejo, ein Designer und Fotograf aus Mexiko, würde diese beiden spannenden Fragen mit einem überzeugten „Ja!“ beantworten.

„His work is part of important collections such as Daros Latinoamérica Collection in Zürich . His work has been reviewed in important journals, such as Flash Art; Art News and Art in America. He has had solo exhibitions in New York, Japan, Madrid, Paris and Mexico.“

Mauricio setzt scheinbar geistlose Gegenstände in einen neuen Kontext: In den denkbar unpersönlich wirkenden Räumen rücken seine Protagonisten, allerlei Plastikbeutel, Kissen oder Putztücher, plötzlich in den Vordergrund. Sie entfalten ihr erstaunlich komplexes Innenleben und lassen sich effektvoll in Szene setzen.

Ein weißer Faden verwandelt sich in eine Mischung aus Spitze und Geografie. Ein Kissenstapel avanciert zu einem romantischen architektonischen Element. Ein Buch streckt uns unvermittelt die Zunge raus und die grüne Grütze missachtet auf eine freche Weise die physikalischen Gesetze. Ich mag diese surrealen Alltagsfantasien. Nur der schöne Holzstuhl ist mir irgendwie schade, aber na ja – die hohe Kunst fordert doch ihre Opfer…

















(via) Copyright Mauricio Alejo