Die meisten Künstler, die zu Nadel und Faden greifen, um damit etwas Kreatives zu tun, sind Frauen. Das klingt nach einem Klischee, ist aber doch wahr. Daher gehört der Australier Trevor Smith einer Minderheit an. Er häkelt Lebensmittel und näht sie dann so zusammen, dass sie wie Mahlzeiten aussehen. Da müssen dann neben dem Fisch die Zitronenscheiben und die Salatblätter liegen, und auf der Käseplatte dürfen die Weintrauben und das Messer nicht fehlen.

They are functional and decorative. I occasionally do purely decorative (sculptural) work as well.

Smith lebt in Portland im australischen Bundesland Victoria, rund vier Stunden von Melbourne entfernt. Dort ist er hauptberuflich als Beauftragter für das kulturelle Erbe tätig. Seine komplette Freizeit geht aber für das Häkeln drauf. Teekannen aus Wolle, die er herstellt, sind in seiner Region der Renner. Weil die Nachfrage so groß ist, hat er seine künstlerische Arbeit lange Zeit im Verborgenen gehalten. Inzwischen hat er sein Portfolio erweitert und stellt zum Beispiel auch Küchengeräte wie Toaster und Bügeleisen her. Eine Reihe von Woll-Tieren und -Puppen besiedelt ebenfalls sein Haus. Es dauert zwischen 15 und 30 Stunden, bis Smith eine Häkelarbeit beendet hat.





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