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Umweltfreundliche Kunst – James Lake und seine Pappkameraden

Überdimensionale Köpfe, zielstrebige Sprinter, riesige Hände… James Lake braucht nicht viel, um beeindruckende Plastiken zu erschaffen. Der Künstler gibt es sich eigentlich nur mit zwei Zutaten – recycelter Pappe und dem Heißkleber vollkommen – zufrieden.

Umweltverträglich, praktisch, schlicht – und doch faszinierend. James schneidet und schnippelt, sucht passende Teile zusammen und klebt. Unglaublich, wie viel Dynamik und Individualität in der scheinbar gesichtslosen Pappe doch stecken! Die Skulpturen müssen nicht einmal angemalt werden, ihre Form transportiert bereits eine klare Botschaft.

Aber warum eigentlich Pappe? Vor mehr als 20 Jahren wurde bei dem damals 17jährigen James Knochenkrebs festgestellt. Ein Bein musste amputiert werden, für einen jungen Menschen ein schwerer Schock. Um mit seinen Ängsten und mit dem Schmerz fertig zu werden, begann er zu basteln. Pappe war günstig und immer reichlich vorhanden. Eine Heißkleberpistole war ebenfalls zur Hand.

Die ersten Plastiken entstanden in seinem Jugendzimmer. Heute bastelt James in einem großzügigen Studio weiter und gibt Workshops, um seine Erfahrung weiter zu geben. Und schon wieder sehe ich meine These bestätigt: Die Kunst im vor allem Kopfsache, das Material ist nur nebensächlich.

(via)

Andreas Dittberner vor 1 Woche

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