Scheinbar interessieren ihn die Stadtlandschaften mehr als deren Bewohner, doch letztlich genau um diese geht es in seiner Fotokunst. Ben Thomas, ein renommierter Fotograf aus Australien, will die Städte als Lebensräume erforschen. Sein Ziel: Verstehen, wie uns die urbane Architektur prägt und wie wir unseren Biotop beeinflussen.

Mit der Projektserie „Chroma“ unternimmt Ben einen Dekonstruktionsversuch und verfremdet die Bilder, indem er die Farbpalette reduziert. Nur die Grundfarben Rot, Gelb und Blau dürfen bleiben. Der Stil wirkt aufgeräumt und seltsam ruhig, von der Stadthektik ist nichts zu spüren.
Jedes Bild ist in gleißendes Licht eingetaucht, hier herrscht der ewige Sommer.

„Ben’s work has centered around the cities and urban spaces that we live in. His „Cityshrinker“ series (2007) was internationally acclaimed and considered to be one of the pioneering projects exploring the now popular tilt-shift technique. Ben’s study of urban spaces continued with „Accession“ (2012) utilising mirror and kaleidoscopic techniques to highlight how repeating patterns and objects act as the basis of our our urban surroundings. Most recently Ben has developed his latest series „Chroma“ (2015) and „Chroma II (2016), a further deconstruction of cities and urban areas with a primary focus of the use of colour and flatness that poses questions of how society defines the places in which we live.“

Hat Ben eigentlich eine Antwort auf seine ursprüngliche Frage gefunden? Was machen die Städter mit ihrer Umgebung und was macht diese mit den Bewohnern der Metropolen? Vielleicht hat jeder Betrachter seine eigene Idee und das Fotoprojekt dient uns lediglich als Impuls, uns mit unserem Habitat zu beschäftigen und es vielleicht wohnlicher zu machen.