Einmal abgebildet, bleibt der Augenblick für immer unwandelbar. Ein jedes Bild ist somit die festgewordene Zeit. Daan Noppen versucht, dieses Gesetz zu brechen und in seine Motive den unablässigen Fluss der Zeit hineinzuweben. Das Motiv selbst wird dadurch transparenter, flexibler, indes auch fragiler.

Daan Noppen, ein Malertalent aus Amsterdam, hat ein Faible für Physik und sucht nach Wegen, eine neue Dimension im Bild zu erfassen. Er bedient sich meist nur ein paar Buntstifte, manchmal reicht ihm sogar eine einzige Farbe aus. Seine an sich realistische Kunst bekommt auf diese Weise eine romantisch-verträumte Komponente. Zugleich ist die Nähe Noppens zur klassischen Malerei unverkennbar.

„Daan Noppen is an international artist mainly working in drawing and photography. He is best known for his realistic larger than life drawings of portraits and bodies. Physics and it’s relation to our being, our emotions, plays a big part in his work. The artist plays with notions of reality by projecting time as a physical dimension. Rather than becoming something ‘scientific’ this opens up a visual world of our hidden layers of our desires, our pain and our cry for being loved.“

Seine Kunst ist vieldeutig, sie bedarf wenn nicht einer Interpretation, so zumindest eines gründlichen Nachdenkens. Zum Beispiel über die Zeit an sich und darüber, ob das Vergangene doch nicht in der Gegenwart präsent ist. Sind es nur Erinnerungen, die uns zurückbleiben und uns begleiten?

Oder trägt unsere Umwelt mystische Spuren der verflossenen Zeiten, die wir – im Unterschied zu sichtbaren Abdrücken – kaum erkennen können? Wer weiß… Jedenfalls lohnt es sich, jedem von Daans Bildern mehr als nur einen Augenblick Zeit zu widmen.








(via) Copyright Daan Noppen