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Eine interessante Form der Fotobearbeitung wendet die polnische Künstlerin Weronika Gesicka an. Für ihre Serie „Unhappy Families“ hat sie sich ein paar alte Familienfotos geschnappt und sie auf recht simple Weise mit einem surrealen Dreh versehen. So entfernt sie beispielsweise Köpfe, tauscht Gesichter aus oder verlängert Gliedmaßen. Oder sie lässt die Körper einzelner Protagonisten in der Landschaft verschwinden, indem sie ihnen die gleiche Musterung verleiht.

Gesicka interessiert sich in ihrer Arbeit sehr für die Erinnerung und ihre Funktionsweise. Deshalb benutzt sie häufig Material aus vergangenen Zeiten. Das sind zwar häufig Fotos, sie gestaltet aber häufig auch Skulpturen, die sie in Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und Handwerkern erstellt. Die Polin wurde 1984 in Włocławek geboren und hat nach der Schule die Akademie der Bildenden Künste und die Akademie der Fotografie in Warschau besucht. Ihr Studium wurde dabei teilweise vom polnischen Ministerium für Kultur und nationales Erbe finanziert. Bis zum 5. März ist „Unhappy Families“ noch auf dem Kunstfestival Circulation(s) in Paris zu sehen, eine weitere Ausstellung findet derzeit in Istanbul statt.

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Andreas Dittberner vor 3 Wochen
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