Seine Kunst ist irgendwo an der Grenze zwischen Zeitraffer und Hyperzeitraffer – der Hyperlapse – anzusiedeln. Mit diesem Film ist dem slowakischen Filmemacher und Zeitraffer-Fan, der sich unter dem Nickname JF1LMS versteckt, ein richtiges Kunstwerk gelungen.

Die eisige Kälte ist hier buchstäblich zu spüren, mich fröstelt es immer noch. Dafür aber sind die Aufnahmen atemberaubend schön, auch wenn die Motive mir eher alltäglich erscheinen. Es ist ein kleines Dorf in der Slowakei – die Heimat des Künstlers – mit seiner schlichten Architektur, außerdem verschneite Hügel und über all dem der ewig prächtige Nachthimmel.

„Some shots were taken in -20 °C and my fingers and toes almost froze up, particularly in some long hyperlapse scenes, when was no time for break 3 or 4 hours. It was extremely hard work and exhausting for me. I didn´t have such experience before, but it was quite challenge and motivation.“

Die komprimierte Zeit verleiht dem Mond und der Milchstraße Flügel, verwandelt ein Hockeyspiel in ein Wimmelbild und beschleunigt die Autos auf die Geschwindigkeit eines Überschallflugzeugs. Und es ist kalt, sogar sehr kalt. Dieser Winter war in der Slowakei besonders streng, und so musste JF1LMS zum Teil bei -20°C stundenweise filmen.

Es hat sich aus meiner Sicht gelohnt. Zum einen setzt der Film der Kleinstadt ein Videodenkmal und zum anderen beschert uns das Kurzvideo ein paar frostig-atemberaubende Minuten.



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